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Mit Code die Welt verbessern – auch remote möglich!

Mit Code die Welt verbessern – auch remote möglich!


Viele Veranstaltungen mussten in diesem Jahr verschoben werden oder fielen gar komplett aus. Nicht so bei Jugend hackt in Köln vom 27. bis 29. November.

Der Jugendhackathon in Köln wurde erstmals komplett digital umgesetzt. adesso insurance solutions unterstützte die Veranstaltung gerne erneut. Rund 25 Jugendliche, 11 Mentor:innen und das 10-köpfige Orga-Team verbrachten vier Tage damit, mit Code die Welt zu verbessern. Dabei entstanden fünf Projekte.

Digitale Umsetzung

Bei der digitalen Umsetzung waren selbstverständlich Datenschutz und der Open-Source-Gedanke sehr wichtig. So wurden nur Tools ausgewählt, die diese Kriterien erfüllen. Die Online-Konferenzraum-Struktur wurde beispielsweise mit Hilfe von BigBlueButton umgesetzt. In den Coding-Pausen standen den Teilnehmenden ein Entertainment- und ein Pausenraum zur Verfügung. Hier wurden kostenlose Online-Multiplayer gespielt, man unterhielt sich und aß gemeinsam. So wurden trotz der Entfernung Austausch und das Gemeinschaftsgefühl gefördert. Zwischendurch sorgten auch spielerische Aktionen für Abwechslung. So wurde die Hacker:innen-Ethik – angelehnt an die bekannte Fernsehshow „1, 2 oder 3“ – auch digital umgesetzt. Nach jeder Frage gab es eine Diskussion über die Antworten. Hier eine Beispielfrage:

„Die Regierung lässt eine KI programmieren, die entscheiden soll, wer den Corona-Impfstoff erhalten soll und wer nicht. Dabei werden neben Alter und Gesundheit auch Beruf und Bildungsstand mit berechnet. Was haltet ihr davon?”

 

Die Jugendlichen stellten sich die Frage, ob eine KI wirklich objektiv sein kann. Daraus entstand eine sehr vielschichtige Diskussion, in der sie bewiesen, wie reflektiert sie über diese komplexen ethisch-gesellschaftlichen Themen bereits nachdenken können.

„Aber sind Menschen nicht mehr beeinflusst als eine Maschine?”
„Eine Maschine ist nur so gut wie die Menschen, die sie entwickelt haben!”

 

Natürlich gab es auch Input-Talks, bei denen die Teilnehmenden ihr Wissen erweitern konnten. Wolfram Eberius gab eine Einführung in Open Data und Julia Barthel berichtete über das Thema Diversität, insbesondere in Bezug auf Frauen in der IT.

„Vorbilder sind so wichtig, damit zukünftige Programmierer:innen sich befähigt fühlen, in die IT-Branche einzusteigen.”

 

Alpaka Post!

Um ein wenig Event-Feeling zu Hause zu haben, erhielten alle ein Carepaket, das neben Mate, Snacks und Stickern auch kleine Geschenke von adesso insurance solutions enthielt. So konnten sich die Jugendlichen und Mentor:innen über einen Rucksack aus umweltfreundlichem Material, eine Kamera-Abdeckung und ein Induktionsladegerät freuen. Die Stimmung während der Veranstaltung war der analogen Version sehr ähnlich. So wurde gemeinsam gescherzt, produktiv gearbeitet, viel gelernt und sich ausgetauscht.

„Heute haben wir eine neue Mate kennengelernt und eine neue Programmiersprache – also alles, was man sich von einem Hackathon erhofft.”

 

Die Projektergebnisse

Am Sonntagnachmittag wurden die Projektergebnisse als Livestream dem Publikum präsentiert. Die Präsentation kann hier nachträglich angesehen werden. Auch dieses Mal waren die Projekte der Junghacker:innen wieder sehr kreativ und einfallsreich.

So hat das Team des Projektes „Alpaka-Quiz” ein datenschutzkonformes Frage-Antwort-Tool entwickelt. Während herkömmliche Quiztools wenig Wert auf den Open-Source-Gedanken legen, stellt das interaktive Alpaka-Quiz diesen Gedanken in den Vordergrund und bietet trotzdem alle herkömmlichen Funktionen, die für ein Quiz benötigt werden. 

JH-talkshow-Blog

Projektvorstellung Alpaka Quiz: Die Teilnehmer:innen Corinna und Moritz (oben) stellen ihr Projekt (unten) vor. Auf die Quizfrage „Wie oft haben wir (ca.) die Cantina Band angehört?” gibt es vier Antwortmöglichkeiten: 100, 0, 300 und 50. Die Antwortmöglichkeiten haben verschiedene Farben.

Homeschooling wird für viele Schüler:innen dadurch erschwert, dass ihre Schulen Unmengen von unterschiedlichen Tools und Plattformen nutzen. Durch diese Unübersichtlichkeit können wichtige Dinge übersehen werden. Das Projekt „Alpaka Dash” setzt hier an: Die Plattform bündelt alle Nachrichten, Aufgaben und Abgabetermine. 

Der kostenlose Multiplayer Among Us ähnelt dem beliebten analogen Spiel Werwolf. Aktuell ist es sehr beliebt und kam auch am Jugend hackt-Wochenende zum Einsatz! Das Spiel inspirierte die Gruppe „InfectWorld” zu einer eigenen Spielidee: Das Serious Game simuliert den Verlauf von Corona. Zu Beginn der Runde gibt es in der Gruppe eine infizierte Person, deren Identität es aufzudecken gilt. Diese Person steckt andere Mitspielende an, welche sich selbst mithilfe verschiedener Maßnahmen, zum Beispiel einem Mundschutz oder auch dem Mindestabstand, vor einer Infektion schützen können. 

Langeweile ist bei dem Projekt „AlpakaTorum” keine Option! Die Gruppe hat nämlich eine Plattform entwickelt, die über die unterschiedlichsten Hobbys informiert. Es gibt so viele Freizeitaktivitäten, dass wir neben den klassischen Sportarten oftmals vergessen, wie vielseitig Hobbys sein können. Gerade in Zeiten der Kontaktbeschränkungen finden sich auf diese Weise tolle Alternativen, um die Langeweile zu vertreiben.

 

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JHCGN20-Gruppenbild: Ein Gruppenfoto aller Kölner Teilnehmer:innen, Mentor:innen und Orga-Teammitglieder. Leider nicht vor Ort gemeinsam, dafür aber mit Webcam und Headset vor dem Computer. Die Namen sind aus Datenschutzgründen geschwärzt.

2020 hat uns gezeigt, dass Falschmeldungen auf den unterschiedlichsten Plattformen wie Twitter oder auch Facebook schnell die Runde machen können. Damit Fake News künftig schneller aufgedeckt werden, hat die Gruppe „Alpaka News” eine Webseite entwickelt, auf der zum Beispiel Tweets mit falschen Inhalten gemeldet und durch glaubwürdige Quellen entkräftet werden können. Die Webseite ist in unterschiedliche Bereiche wie Politik, Wissenschaft, Kultur, Sport, Wirtschaft und Beauty gegliedert.

In diesen fünf Projekten konnten die Junghacker:innen ihre Ideen umsetzen und ihre programmiertechnischen Fähigkeiten verbessern. Die Begeisterung aller Teilnehmer:innen und die Resultate zeigen uns wieder einmal, wie wertvoll Jugend hackt ist. Als Unterstützer und Sponsor sind wir stolz, ein Teil davon zu sein!

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