Jugend­liche ver­bin­den Nach­haltig­keit mit Code

Jugend­liche ver­bin­den Nach­haltig­keit mit Code


Vom 24. bis zum 26. Mai fand der Auftakt zur Jugend hackt Saison 2019 statt. In der Kölner Innenstadt trafen sich dazu 50 Teilnehmer*innen und 24 ehrenamtliche IT-Mentoren*innen, um unter dem Motto „MIT CODE DIE UM:WELT VERBESSERN“ wieder fleißig zu programmieren. Durch #fridaysforfuture findet der Klimaschutz bereits großes Gehör. Jugend hackt setzt hier an und will den Jugendlichen Raum geben, sich mit wichtigen Themen rund um die Klimakrise zu beschäftigen und durch technisch-innovative Herangehensweisen diesbezügliche Lösungsansätze zu finden.

 

Mehr als „nur“ Programmieren

Der Fokus des Hackathon-Wochenendes liegt selbstverständlich auf der Umsetzung der Projektideen. Doch gibt es auch ein zusätzliches Rahmenprogramm, als weiteres Handwerkszeug für die Jugendlichen. So veranschaulichte beispielsweise in der Keynote „Vom Klima zum Wandel“ die Meteorologin Claudia Frick den Klimawandel anhand vieler Fakten. Und zwischendurch sorgten spielerische Einlagen für Abwechslung, etwa ein Spiel à la „1, 2 oder 3“ – der altbekannten Fernsehshow –, bei dem Fragen zur Hacker*innenethik gestellt wurden. Nach jeder Frage gab es eine Diskussion über die Antworten.

 

Jugend hackt ist immer bemüht darum, in Sachen Umweltfreundlichkeit voranzugehen. Und so haben sie dieses Mal auch viel dafür getan, dass nicht nur das Thema nachhaltig war, sondern auch das ganze Event. Das Essen? Rein vegetarisch und vegan. Die Getränke? Leitungswasser mit natürlichem Geschmack aus gläsernen Getränkespendern und nur einem ganz kleinen Anteil Mehrwegflaschen. Und dazu gehörten natürlich auch Papiereinsparung sowie der Einsatz von wiederverwendbaren Druckmaterialien, wie zum Beispiel erneut verwendbare Raumdekoration.

 

Die Projekte

Auch dieses Mal waren die Projekte der Junghacker*innen wieder sehr kreativ und einfallsreich. So wollte das Team beispielsweise beim Projekt „ProjectV“ auf satirische Art die Möglichkeiten von Überwachung und die Nutzung dieser kritisieren und offenlegen. Der dazu gebaute Prototyp war mit vielen Sensoren ausgestattet, die möglichst viele Informationen der Umgebung erheben und verarbeiten konnten. Die Projektteilnehmer*innen zerlegten den Prototypen am Schluss und löschten den Code, aus Gründen der Hackerin*innen-Ethik. Ein anderes Team entwickelte den „Open Button“: Als Open-Source-Pendant zum Amazon Dash-Button lassen sich mit diesem leichter Befehle via Bluetooth an verschiedene Schnittstellen übermitteln und ausführen.

 

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CC by 4.0 Jugend hackt, Foto: Sebastian Schröder


Bei dem Projekt „APTR“ (Accessible Public Transport Routing) ging es den Teilnehmern darum, Menschen mit viel Gepäck oder Mobilitätseinschränkungen das Reisen mit der Bahn zu erleichtern. Über APTR können sich Reisende die Strecken der Deutschen Bahn ausgeben lassen, an denen sich funktionierende Fahrstühle befinden. Hinzu kamen gleich mehrere Projekte, die den nachhaltigen Erwerb von Lebensmitteln und Kleidung fördern, sowie eine App, die sämtliche Fahrräder aller Bikesharing-Anbieter auf einen Blick zeigt.

 

In insgesamt 13 Projekten konnten die Junghacker*innen ihre Ideen entfalten sowie ihre programmiertechnischen Fähigkeiten verbessern und unter Beweis stellen. Und das ist – wie man anhand der Ergebnisse sehen kann – auch wirklich gelungen. Die Begeisterung aller Teilnehmer*innen und die Resultate zeigen uns wieder einmal, wie wertvoll Jugend hackt ist; als Unterstützer sind wir stolz, ein Teil davon zu sein. 

 

Die Abschlusspräsentation:



 

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