Jugend hackt Stories: Eine interaktive Filmreihe über die Community

Jugend hackt Stories: Eine interaktive Filmreihe über die Community


Code, Prototypen, Produkte – in der IT sehen wir oft nur die Ergebnisse und seltener die Menschen, die dahinter stecken. Dabei sind hier die spannenden Geschichten zu finden. Auch Jugend hackt, das Förderprogramm für Jugendliche, besteht ja in erster Linie aus den Menschen und nicht ihren Projekten.

Viel von dem Programmcode, der ein Wochenende lang beim Hackathon beackert wurde, ist am Ende nur eine Fingerübung – was dagegen bleibt sind Freundschaften, Aha-Erlebnisse, neue Hobbys und manchmal auch eine wegweisende Entscheidung für das weitere Leben. Während die Codezeilen auf Github von selbst weiter existieren, muss man die menschlichen Momente beim Hackathon aktiv festhalten.

Jugend hackt hatte deshalb im vergangenen Jahr die Hamburger Filmemacherin Sandra Trostel dazu eingeladen, einige der Events online und offline mit der Kamera zu begleiten. Sie kennt sich in der Nerd-Szene aus, drehte 2018 die Doku „All Creatures welcome“ über den Chaos Computer Club.

Kurzfilme über die Erfahrungen mit Jugend hackt

Herausgekommen ist nicht ein Film am Stück, sondern ein interaktiv abrufbares Portrait von vielen Menschen aus dem Kosmos von Jugend hackt: Junge Teilnehmer:innen, über die Jahre erwachsen gewordene Mentor:innen sowie Menschen, die das Programm tragen. In acht Kurzfilmen sprechen sie über ihre Verbindung zu Jugend hackt und heben verschiedene Aspekte hervor: Teilhabe, Diversity, Technik und Ethik.

Einen Protagonisten dieser Kurzfilme hatten wir im Februar bereits vorgestellt: Malte kam als 13-jähriger zu Jugend hackt, lernte, dass er nicht allein mit seinem Interesse ist, und wurde darin bestärkt, Informatik zu studieren. Nun ist sein Film auch online zu sehen.

"Jugend hackt" Teilnehmerin Fiona kümmert sich heute um die Veranstaltungstechnik

Fiona, ehemalige Teilnehmerin und heutige Mentorin, berichtet, wie wichtig der soziale Austausch innerhalb der Community ist. 
Foto: Sandra Trostel

Auch Fiona ist vor fast zehn Jahren als junge Teilnehmerin zu Jugend hackt gekommen, inzwischen kümmert sie sich auf dem Berliner Event um die Veranstaltungstechnik. Sie bestätigt in ihrem Film, dass es um die Community geht: „Natürlich habe ich bei Jugend hackt neue Programmiersprachen gelernt, mir Vorträge angehört, mich ausgetauscht, viel Technisches gelernt. Aber das sind alles Sachen, die ich mir auch heutzutage online selber am Computer zu Hause beibringen könnte. Das Wichtigste sind halt die sozialen Komponenten.“

Die Geschichte von Jugend hackt

In einem weiteren Film tauchen wir in die Geschichte von Jugend hackt ein. Liv, eine ehemalige Teilnehmerin, die inzwischen auch viele Aufgaben in der Community übernommen hat, spricht mit dem Gründerteam Daniel und Maria. Sie ergänzen die vielen Anekdoten der anderen Filme um die Beweggründe, das Förderprogramm 2013 ins Leben gerufen zu haben.

Linear ist langweilig, daher kann man selbst in einer 2D-Welt im Browser entscheiden, in welcher Reihenfolge man durch die Videos reist: Sie alle sind auf einer futuristischen Farm im Retro-Pixel-Stil in der „Alpaka-World“ von Jugend hackt eingebaut, wo auch viele Events der Pandemiezeit virtuell stattfanden. Dort können sie wie in einem Computerspiel entdeckt werden.

Mit dem Gesamtpaket aus Filmen und Browsergame sollen nicht zuletzt neue Jugendliche motiviert werden, Jugend hackt zu entdecken und selbst einmal teilzunehmen – und vielleicht auch Teil der fortlaufenden Geschichte zu werden.

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