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JAX 2019 - Zwischen Docker und Kubernetes

JAX 2019 - Zwischen Docker und Kubernetes


Anfang Mai war es wieder so weit. Zahlreiche Entwickler pilgerten nach Mainz zur (Sommer-)Jax. Da die Konferenz spannende Inputs und Impulse bereithält, hatten auch wir Tickets für die Teilnahme unter unseren Kollegen*innen verlost. Einer der glücklichen Gewinner war unser Werkstudent Ibrahim Tekcan. Für unseren Blog hat er uns seinen Besuch auf der Jax zusammengefasst.

Auf nach Mainz

Als mir mein CC-Leiter Michael erzählte, dass es die Möglichkeit gebe, ein zweitägiges Ticket inklusive Reise und Übernachtung für die JAX, eine der größten Fachkonferenzen der IT-Branche in Deutschland, zu gewinnen, war ich zunächst unsicher. Mein Bedenken war, dass das Interesse an den Tickets sehr hoch sein und die Wahrscheinlichkeit, dass ich einen Pass gewinne, eher niedrig ausfallen würde. Einige Tage später kam aber die Überraschung in Form einer E-Mail mit dem Betreff „Herzlichen Glückwunsch: Wir sponsern deinen Besuch bei der JAX“. Ich hatte tatsächlich die Möglichkeit, als studentischer Mitarbeiter an einer der größten Veranstaltungen der IT-Branche teilzunehmen. Mit Vorfreude habe ich mich in die Planung gestürzt, auf der Website der JAX das Programm recherchiert und mich für die ersten beiden Konferenz-Tage entschieden. Montags wollte ich am Microservices-Workshop teilnehmen und am Dienstag dann verschiedenen Sessions zu Kubernetes und Java besuchen, da dies auch die Themen sind, mit denen ich mich derzeit intensiv beschäftige. Für die Reiseplanung konnte ich mich an unser Travel-Team wenden, welches mir Zugtickets und ein schönes Hotel organisiert hat. Am Sonntag dem 5. Mai war es dann soweit, mittags ging es mit dem Taxi zum Kölner Hauptbahnhof und von dort aus mit dem Zug nach Mainz. Das Travel-Team hatte für mich ein Hotel in der Nähe des Veranstaltungsortes und des Hauptbahnhofs gebucht, so dass alles schnell erreichbar war. Nach dem Check-in habe ich die Chance für ein bisschen Sightseeing genutzt. Das war mein erster Aufenthalt in Mainz, weshalb ich die Stadt erkunden wollte. Ich bin quer durch die Altstadt gelaufen: Am Schillerdenkmal und Fastnachtsbrunnen vorbei ging es in Richtung Staatstheater Mainz am Gutenbergplatz. Weiter östlich befinden sich die Heunensäule, der historische Renaissance-Marktbrunnen sowie der Mainzer Dom, eine Kathedrale mit riesengroßem Turm und Kloster im barocken Stil. Danach folgte das Gutenberg-Museum und schon stand ich vor dem Mainzer Rathaus am Rheinufer. Direkt daneben liegt auch die Rheingoldhalle, die als Veranstaltungsort zwar noch mitten in der Vorbereitung zur JAX war, aber ich konnte bereits einen Blick in die Halle werfen. Insgesamt eine sehr gelungene und entspannte Ankunft. 

 

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Montag - Workshop-Tag

Vom Vorabend wusste ich schon, wo der Eingang zur Rheingoldhalle ist, so dass ich mich zügig am Check-in einreihen konnte. Der Organisator hatte gute Arbeit geleistet und Schilder mit Anfangsbuchstaben für die jeweiligen Nachnamen angebracht, sodass ich schnell mein Schlüsselband mit Namensschild hatte, das mir in den nächsten Tagen freien Zutritt zur Rheingoldhalle und zu den Sälen im Hilton Hotel gewähren würde. Dank diverser Raumpläne sowie der JAX Konferenz-App war dann auch mein Workshop-Raum schnell gefunden. Anmeldung war für die ganztägigen Workshops Pflicht, so dass pünktlich um neun Uhr mein gut besuchter Microservices-Workshop begann. Mit Eberhard Wolff hatte ich einen Referenten erwischt, der mit viel Humor einen für mich absolut gelungenen Workshop gehalten hat. Zuerst erklärte Wolff, was Microservices sind, wozu diese dienen und was beachtet werden muss. Danach folgten Kubernetes, Domain-driven Design sowie die wichtigsten Pattern von Ubiquitous Language und Bounded Context. Nach der Einleitung wurde es schnell immer komplexer. Dank vieler Grafiken und Programmierbeispiele war der Input gut nachvollziehbar. Auch für ausreichende Pausen mit Snacks, Obst, und Süßigkeiten sowie ein Mittagessen mit ausgewogenen Gerichten war gesorgt, um das Gehörte auch etwas einwirken zu lassen. Die Pausen-Zeit konnte man zudem nutzen, um die sogenannte „JAX Plaza“ außerhalb der Rheingoldhalle zu besuchen, wo die Expo mit zahlreichen Ständen von Unternehmen und Sitzflächen für Teilnehmer ihren Platz gefunden hatte. Die Stimmung war gut und neben der tollen Verpflegung hatte der Veranstalter auch mit einer kostenfreien Garderobe, Umhängetaschen mit „JAX“-Logo, Notizblöcken mit Stiften, gekühltem Mineralwasser, Kaffee und Softdrinks in jeder Hinsicht für ein Rundum-Sorglos-Paket gesorgt. Der Service und die Organisation waren hervorragend und alle Fragen wurden jederzeit an der Rezeption beantwortet. Abschließend kann ich sagen, dass der erste Tag ein voller Erfolg war. Ich habe viel über Microservices und Kubernetes gelernt. Der erste Eindruck von der JAX war auf jeden Fall positiv.

Die Haupttage – Auf ins Getümmel

Am zweiten Tag in der Rheingoldhalle angekommen, habe ich gleich gemerkt, dass viel mehr los war. Los ging es mit einer offiziellen Begrüßung und Einführung zur JAX in der größten Halle. Aufgrund der Vielzahl der Besucher wurde die Begrüßung auch ins Forum Nord gestreamt. Vier Speaker führten durch die Geschichte sowie die Entwicklung der JAX. Nach einer kleinen Kaffeepause ging es für mich wieder ins Forum Nord zu meiner ersten Kubernetes-Session mit praktischer Einführung in grundlegende Kubernetes-Objekte wie Pods oder Services. Meine nächste Session sollte sich dann um die Änderungen in Java 10, 11 und 12 drehen und anhand von Codebeispielen praktisch nachvollziehbar erläutert werden. Nach dem Lunch hatte ich mir die Keynote von Phil Estes von IBM zu Containern, Microservices, Cloud und Open Source auf meine Agenda gesetzt. Die Zeit danach hatte ich mir reserviert, um die Ausstellerstände und das erstaunlich umfangreiche Angebot an Goodies – vom Kugelschreiber bis zum Dartspiel am Stand – zu begutachten und natürlich auch unseren eigenen adesso-Stand und die Kolleg(inn)en vor Ort zu besuchen. Auch wir hatten einiges mit zur JAX gebracht, so dass sich auch unsere Anki-Bahn nebst Gewinnspiel am adesso-Stand befanden. Nach diesem kleinen Ausflug ging es zurück zum Inhaltlichen und zum Thema „Strings in Java“. Der Speaker klärte viele Fragen zur Performance und Effizienz von Strings. Die Teilnehmer der Session hatten zum Beispiel die Wahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten, wie man Strings in Integers umwandeln kann. Den Abschluss meines Tages bildete dann eine Session zu Deployment-Strategien in Kubernetes sowie eine sehr interessante Session eines Unternehmens, welche seine gesamte Infrastruktur in zwölf Monaten auf Docker und Kubernetes transferiert hatte. Vor allem aus den Kubernetes Sessions konnte ich viele spannende neue Impulse mitnehmen. Bei adesso insurance solutions arbeite ich aktuell im Produktentwicklungsteam von MIGSuite, unserer Lösung für fachlich komplexe Datenmigration. Zur Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema Continuous Integration mit Docker, Jenkins, Nexus und Kubernetes. Abschließend kann ich sagen, dass für mich die Teilnahme an der JAX produktiv und sinnvoll war. 

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